Nutzung von Google Tools und Google-Anwendungen

Herr internetblogger. de hat eine Blog-Parade gestartet. Hiermit möchte ich zum ersten Mal an solch einer teilnehmen. Es gilt folgende Fragen zu beantworten:

  1. Nutzt ihr überhaupt Google-Tools und wenn nicht, warum nicht und wenn ja, aus welchen Gründen?
  2. Welche Vorteile und Nachteile ergeben sich dabei?
  3. Welche Tools sind es im Einzelnen mit Kurzerklärung und eurem Nutzungsumfang?
  4. Was muss noch bei den Google-Tools verbessert werden?
  5. Kann ein Webmaster/Blogger sich ausschliesslich auf Google-Tools verlassen?
  6. Eure 3 favorisierende Google-Tools und Anwendungen?

Dann legen wir mal los.

1.

Ich finde die Google-Tools so richtig toll und nutze einige von ihnen. Dabei überzeugt mich stets das freshe Design von Google und dass das Ganze unter einem Dach zu finden ist, was die Handhabung erleichtert.

2.

Schließt sich an das Erste an. Für mich steht immer Komfort im Vordergrund und so finde ich es ungemein vorteilhaft, nicht ständig tausendmal irgendwo angemeldet zu sein und tausende Passwörter im Kopf zu behalten. Zudem sind die Anwendungen ganz gut miteinander verknüpft. Ein weiterer Faktor ist, dass das Ganze kostenlos ist und man jederzeit Zugang zu seinen Dokumenten/Daten hat, vorausgesetzt der Internetzugang ist gewährleistet. Dies ist auch zugleich einer der für mich auf den ersten Blick sich ergebenden Nachteile. Ohne Internet, in der Pampa nützt der tollste Service nichts. Ein weiterer “Nachteil” ist, dass es bei den meisten Anwendungen nicht das Niveau professioneller Software erreichen kann (noch nicht?). Aber ich komm auch ganz gut klar.🙂

3.

GMail:Klar, der beste E-Mail Service, den es gab. Besser als alle Outlooks und Thunderbirds dieser Welt. Kann echt nicht verstehen warum die Leute immer noch bei diversen anderen Anbietern sind. GMail ist schön, stilvoll, gut halt. I love it.

News: Nutze ich wenn ich mal morgens die Morgenschau verpasst habe. Die Idee mit den empfohlenen Nachrichten finde ich gut, allerdings bin ich mir nicht immer sicher, ob mich wirklich alles, was Google empfiehlt, auch interessiert. Na ja, die arbeiten bestimmt fleißig an dem Algorithmus, die Jungs🙂

Earth: Schaue ich ab und zu mal rein. Es gibt paar nette Features, wie z.B. diese Streetview Geschichte. Am meisten nutze ich das, wenn ich in eine mir noch unbekannte Stadt fahre. Dann schaue ich mir immer was es denn sehenswertes in der Umgebung gibt. Ist ja möglich durch die Verknüpfung von YouTube und Panoramio Fotos.

Maps: Gibt mir die Auskunft, wo ich abbiegen muss.

Notizbuch: Wenn man ein PDA oder eeePC sein Eigen nennt, das beste Notizbuch der Welt. Wird täglich genutzt..

Video/Youtube: Wir wollen doch alle ein bißchen ferngucken oder?

Blogger: Bis vor kurzem genutzt, dann doch wieder auf WordPress umgestiegen, die Möglichkeiten sind vielfältiger und vieles entscheidet auch immer das Design und Kompfort. Da hat WordPress für mich nun mal die Nase vorn. Für Blogger wiederum würde die Vernetzung mit den anderen Google Services sprechen, z.B. Picasa.

Orkut: Yo, ich hab mal Profil angelegt, sehe aber nicht wirklich was Innovativeres gegenüber Facebook/StudiVZ

Picasa: Echt super um schnell die Fotos zu bearbeiten (natürlich etwas amateurhaft, nix Photoshop) und ins Netz zu stellen.

Docs: Eine echte Alternative (für mich) unterwegs. Schnell was getippt oder paar Folien zusammengebastelt. Für eine Studien/Diplomarbeit ziehe ich dann aber doch OpenOffice/Win Office vor.

Übersetzen: Wenn ich wirklich nur noch Spanisch verstehe…

Pack: Finde ich überflüssig, Finger weg von meinem Rechner.

Mobile: Ich denke, es hat Zukunft, aber warte erst noch ein bißchen für lohnenswerte FlatRates…

Reader: Ganz tolles Teil, nutze ich 60 Mal in der Stunde🙂

4.

Die Sachen, die in Konkurrenz zu kostenpflichtiger Software stehen, müssen auf jeden Fall nachgebessert werden, siehe z.B. Google Docs. Aber die Jungs von Google lassen sich schon was einfallen, wie ich die kenne.

5.

Ja, nee, ganz von Google überrennen lassen wir uns auch nicht….

6.

1. Gmail forever

2. Google Reader, sonst wird es ja soooo langweilig

3. Picasa ist gut, nöÖÖÖ ?

Nachtrag: Hab den ganz neuen Google Checkout vergessen, bei dem ich mich heute noch angemeldet habe. Na ja, ist wie gesagt ganz neu, kann noch nicht viel dazu sagen. Die Idee klingt gut, abwarten und Tee trinken.

One thought on “Nutzung von Google Tools und Google-Anwendungen

  1. ich hier eine Übersicht geben, warum und weshalb es in der Informationsgesellschaft sehr bedenklich ist was gerade schleichend passiert.
    Ich habe einige Punkte schnell zusammengefasst.

    Volkswirtschaftliche Betrachtungsweise

    Zu aller erst ist es meines Erachtens wichtig zu verdeutlichen, wie die Entwicklung in den letzten Jahren unsere Welt verändert hat. Jahrzehntelang geprägte Wirtschaftssektoren wie Agrargesellschaft, Industriegesellschaft und Dienstleistungsgesellschaft werden seit ein paar Jahren durch eine vierte Form ergänzt, welche immer wichtiger und mächtiger wird. Diese Gesellschaft ist die Informationsgesellschaft mit der globalen Vernetzung von Daten und dem Internet als zentrale Instanz.

    Wenn man sich überlegt wie viel Informationen zu jeder Zeit elektronisch verfügbar sind und welches potential Informationen haben, dann war die Entwicklung in den letzten Jahren Atemberauben wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Aus Information kann Wissen entstehen und Wissen ist Macht, das wussten bereits in der Vergangenheit Könige, Herrscher und Pharaonen. Der heutige Wissen- und Informationstransfer findet zu 99% über elektronische Kanäle statt.

    Beispiel:
    Würde man die wichtigsten Internetknoten der Welt lahm legen, wäre es eine Frage von wenigen Tagen, dass die komplette Weltwirtschaft bankrott geht. Es würde kein Datenaustausch mehr statt finden und einfachste Dinge wie, Börse, Finanzflüsse, Logistik, Warenhandel, Stromversorgung, etc. würde nicht mehr existieren. Wir wären hilflos.

    Dieser Überblick hat auf den ersten Blick relativ wenig mit Google zu tun – aber auf den zweiten Blick sehr viel. Der Informationshandel und das Wissen über Menschen ist schon heute das mächtigste Werkzeug in unserer Gesellschaft. Was passiert wenn jemand zentral dieses Wissen explizit schalten und vorenthalten kann (siehe China)? Es würde eine Manipulation der Gesellschaft statt finden.

    Die „kostenlosen“ und innovativen Tools

    Eine kurze Aufzählungen von auf den ersten Blick „kostenlosen Diensten“ die Google der Allgemeinheit bereit stellt:

    · Googlesuche
    · Chrome
    · Google Map
    · Google Earth
    · Google Picasa
    · Google Blogger
    · Google Calendar
    · Betriebssystem Android für Mobile devices
    · 3D-Galerie
    · Desktop
    · Text & Tabellen
    · Google Mail
    · GOOG-411
    · Groups
    · Orkut
    · IGoogle
    · Personalisierte Suche
    · Store
    · Talk
    · Toolbar für IE / FF
    · Videoplayer
    · Web Accelerator
    · YouTube

    Alle Dienste sind separat betrachtet relativ harmlos. Auf den ersten Blick wirkt das Ganze als sehr innovativ, nützlich und vor allem als “kostenlose” Geschenke von Google für die Endnutzer.

    Wichtig ist aber hier hinter die Kulissen zu schauen um zu begreifen, dass Google diese kostenlosen Goodies querfinanziert. Hier findet mit Nichten eine kostenloses Kavaliersdelikt am gewöhnlichen Internetnutzer statt. Firmen, welche über Google-Websearch Werbung schalten, werden mit immer höher steigenden AD-Words und Anzeigenwerbung zu Kasse gebeten. Das „Quasimonopol“ im Suchsektor erlaubt es Google die eigenen Werbepreisforderungen durchzusetzen. Identische Werbeschaltungen kosten bei Yahoo oder anderen Betreibern nur ein Bruchteil – sind aber uninteressant denn die Menschen „googlen“ ja lieber.

    Das heißt, dass jede in Google werbende Firma diese höheren Werbekosten ausnahmslos auf den Endkunden überträgt. Diese „kostenlosen Tools“ bezahlt jeder einzelne Konsument im Endeffekt doch in Form von höheren Produktpreisen an das Unternehmen X und das Unternehmen X bezahlt dies in Form von steigenden Onlinewerbekosten an Google. Neben dieser Querfinanzierung und Imagegewinn gibt es aber noch einen noch mächtigeren und sehr kritisch zu betrachteten Nebeneffekt für Google.

    Die Masse der Informationen macht’s

    Die „kostenlosen Google-Tools“ müssen als großes Puzzle gesehen werden. Ein Tool alleine macht nur bedingt Sinn – erst wenn mehrer Tools anfangen Daten in unterschiedlichen Bereichen zu sammeln, ergibt sich ein Gesamtbild. Google bekommt den Freibrief die zu tun durch die Nutzerbedingungen, welche jeder einzelne Nutzer dieser Tools freiwillig akzeptiert. Der Freibrief so zusagen, dass jedes Tool Informationen sammeln darf und Google diese im eigenen Interesse weiter verwenden darf. Teilweise geht dies bei Googlemail sogar so weit, dass Google auch gelöschte Emails weiter speichert und für eigene Zwecke auswertet.

    Hier ist der große Unterschied zu normalen Provider und staatlichen Organen die einer Gewaltenteilung unterliegen. Ein Provider hätte ebenfalls die Möglichkeit solche Informationen zur Profilbildung zu sammeln, dies wird aber nur in engen gesetzlichen Rahmenbedingung und nur für explizite Zwecke gestattet (z.B zu Abrechnungszwecken). Andres bei Google, dort stimmt jeder einzelne Nutzer explizit dieser Profilbildung zu – geködert durch ein ganze Batterie an „quasi-kostenlosen“ und innovativen Tools.

    Genau hier ist die Gefahr!

    Ein kleines Beispiel wie dieses Puzzle aus unterschiedlichen Quellen Daten sammeln kann:

    …Googlesearch protokolliert das gesamte Suchverhalten. Cookies stellen auch trotz wechselnden IPs einen Zusammenhang bei allen erdenklichen Suchen fest. Hier wächst schon der erste Teil eines Profils.

    …Googlemap protokolliert alle geografischen Eingaben und stellt ebenfalls durch Cookies genau fest wo die Person ist und was sie vor hat.

    …Google Mail spiegelt das Kommunikationsverhalten der Zielperson wieder. Was schreibe ich in Mails, an wen verschicke ich die Mails. Es lassen sich unzählige private Daten wie Namen, etc. sammeln.

    …Bei Youtube wird gesammelt welche Interessen ich habe. Welche Videos mit welchem Inhalt schaue ich mir an, etc… .

    …Bei Chrome wird neben dem schon analysierten Suchverhalten auch das gesamte Surfverhalten analysiert und auch verwendet.

    … weitere Tools lassen sich nach belieben hinzufügen. Daher möchte ich es bei den exemplarischen Aufzählungen belassen.

    Natürlich gibt es auch einige versierte Nutzer die z.B. bei Chrome die Übertragung der Daten ausschalten können. Die Mehrzahl tut dies aber nicht.

    Diese Daten aus den unterschiedlichen Quellen sind heute mehr Wert als irgendwelche klassisch produzierten Produkte. Daten sind für alles vielseitig einsetzbar und können bei Missbrauch auch komplette Existenzen bedrohen und vor allem auch alles und jeden beeinflussen.

    Beispiel:
    Es werden gezielt Informationen vorenthalten und es findet eine Gleichschaltung von Knowhow zentral reguliert statt. Siehe Google in China wo alles, was dem Staat nicht passt den Menschen vorenthalten wird.

    Weitergabe der umfangreichen Daten an Ratingfirmen. Dort wird bspw. aufgrund irgendwelchen Tools Daten gesammelt und diese ordnen Menschen Rankings zu. Suche ich oft nach Fernreisen, liebe ich Kochen, wo wohne ich, etc. All dies lässt Rückschlüsse zu welche Konditionen ihr bspw. bei einem Versicherungsvertrag bekommt. Oder ob ich überhaupt einen Kaufvertrag abschließen kann. Diese Liste lässt sich ewig fortführen….. .

    Natürlich gibt auch ein Einwohnermeldeamt Adressen aus, jedoch ist der Informationsgehalt nicht so viel Wert als verdichtete zusammengetragene Informationen aus allen erdenklichen unterschiedlichen privaten Bereichen (Vergleich: ich weiß nicht nur das es dich gibt – sondern ich weiß auch was du bist, wie du bist und wer genau du bist).

    Ausblick

    Ein wenig Skepsis bei seinen eigenen Daten tut gut und verhindert eventuell viele unangenehme Überraschungen in der Zukunft. Nicht immer ist Geiz geil! Vor allem dann nicht, wenn man sich selbst verkauft. Aber hier ist nicht nur Google zu nennen, sondern auch alle anderen Datensammler wie Payback, Gewinnspiele etc. Erst durch die immer besser werdenden Informationssysteme werden aus einer Vielzahl unterschiedlicher Informationsfragmente komplette Menschenpläne, welche immer mehr und detailliertere Rückschlüsse auf ein Individuum zu lassen.

    Trotz Informationsgesellschaft und Internet gibt es aber immer noch genügend Möglichkeiten (Browser, Dienste, etc) wo private Daten besser geschützt sind. Wichtig ist nur, dass man nicht immer leichtfertig für jedes kostenlos ausschauende Goodie über die EULA / AGB seine privaten Informationen Preis gibt. Gerade in der heutigen Zeit sollten man mit seinen Informationen sehr sparsam umgehen.

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